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Zwischen Himmelfahrt und Pfingsten bedenken wir Christen den Abschied Jesu von dieser Welt und erinnern uns daran, dass vor dem Neuanfang durch das Pfingstfest eine große Unsicherheit da war. Jesus hatte seinen Abschied angekündigt: „Ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich weggehe.“ Diese Wahrheit ist hart. Abschied zu nehmen und loszulassen ist sehr schwer. Doch nur wenn wir loslassen was sich nicht festhalten läßt sind wir frei für lebendige Erfahrungen. Jesus tröstet: „Wenn ich gehe, will ich den Heiligen Geist zu euch senden.“
Der Sonntag Exaudi steht zwischen der Zusage des Geistes und der Erfüllung dieser Verheißung. Er spiegelt damit eine Situation, in der wir uns tatsächlich befinden. Zwischen der Erfahrung von Geistlosigkeit und der Hoffnung auf den Geist des Lebens.
Dieser Sonntag gibt uns Zeit zur Muße. Zeit zur Radtour mit lieben Leuten zu pfiffigen Ideen und geistvollen Erlebnissen. Haben Sie schon einmal einen „WundeRpunkt“ in Ihrer Umgebung aufgesucht? Dort werden Sie auf ungewöhnliche Menschen treffen. Auf Menschen, die ein Stück Holz mit Liebe und Ehrfurcht sorgfältig bearbeiten. Die ein kunstvolles Gewebe wirken und bunte Farben gegen das schwarz – weiß – Denken der Ökonomie eingetauscht haben. Die einfache Materialien wie Ton mit der Hand in eigentümliche Formen bringen, die mit kräftigen Schlägen glühendes Eisen formen oder mit ruhiger Hand Papier gestalten. Menschen, die ihre Häuser öffnen und gastfreundlich zu Kaffee und Tee im Garten einladen.
Auch zahlreiche Kirchen sind offen. Sie laden ein zum Verweilen. Sie sind seit alters her eine Gegenwelt. Hier ist Stille und Raum für Spiritualität. Sie stehen für die Zusage, dass Liebe und Ehrfurcht vor dem Leben neu Gestalt finden können. Der Geist Jesu befreit zum Leben. Ich wünsche Ihnen, dass Sie diesen Geist spüren.
Eckhard Kruse
Pastor in Gartow
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