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Am Sonntag Invocavit heißt es: „laßt uns hinzutreten mit Zuversicht zu dem Thron der Gnade.“ Das übersetzen wir mit unserem Verhalten, indem wir in die Kirche gehen, und dort zunächst ganz bewußt stehen. Nicht kippelig, sondern mit gutem sicheren Stand. Nicht stehen und innerlich schon sitzen, oder schon weitergehen. Den Atem fliessen lassen. Bewußt ausatmen und innehalten, die Luft wieder einströmen lassen. Religiöse Praxis umfaßt den ganzen Menschen und prägt das Verhalten. Umgekehrt gilt: die äußere Haltung überträgt sich auf die innere Haltung. Wer sich gehen lässt, ist kaum in der Lage, eigene Schritte zu wagen. Wer vor Gott steht, der steht auch zu sich selbst und mitten im Leben. Er wird von dem „Thron der Gnade“ mit Zuversicht in den Alltag gehen.
Der innere Glaube braucht die leibliche Seite, um wirksam zu werden. Ganzheitliche Glaubenserfahrungen brauchen Wiederholung und ergeben sich nicht von allein. „Weshlab slol ich rihctig schreibne lenren? Mna knan es dohc alels so ganz gut vretsehen. Wnen ich simse vrebessret das Handy die paar Fleher gnaz von slebts.“ Wenn Sie Ihrem Kind christliche Grundhaltungen vermitteln wollen wird dies nicht über Worte gehen – gehen Sie mit gutem Beispiel voran. Morgen. In Ihren Gottesdienst.
Pastor Eckhard Kruse, Gartow
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