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für Freude, Glanz und Wärme in der dunkelsten und kältesten Jahreszeit, mit einer Botschaft, der sich die Menschen durch diese Musik öffnen können: Wir werden geliebt. Bach gelang es durch spezielle Instrumentierung, die verschiedenen Elemente, die in der Weihnachtsgeschichte eine Rolle spielen, zu beleuchten: Pauken und Trompeten als Symbole der Königsherrschaft oder vermehrter Einsatz der Holzbläser in Kantate 2, in der die Verkündigung der Hirten den Mittelpunkt bildet.
Die acht Frauen- und acht Männerstimmen des seit 1996 bestehenden Britzer Vokalensembles unterstrichen den im Gegensatz zu den Passionen eher besinnlichen Aspekt der Kantaten. So hieß es in Bachs Leipziger Dienstvertrag: »Musik solle so beschaffen sein, dass sie nicht opernhaftig herauskomme, sondern die Zuhörer vielmehr zur Andacht aufmuntere». Auf dem Untergrund dieser ruhigen Freude erhob sich umso bewegender der Raum füllende, Herzen bewegende Jubel der Choräle aus Kantate 1 und 3.
Siegfried Pokern sang die Tenorstimme des Evangelisten von Beginn an klar und kraftvoll, wobei seine Stimme im letzten Drittel die Freude virtuos und mitreißend transportierte. Der reife und erfahrene Bass von Roland Hartmann unterstrich die ruhige Zuversicht und das Aufgehobensein als wesentliches Element der Kantaten. Die ätherisch-liebliche Klangfarbe der Stimme der Sopranistin Ulrike Barth bildete einen interessanten Gegenpart zum voluminösen Bass, den sie besonders in den höheren Lagen strahlend und sicher umschwebte. Begeisternd und bewegend war der Alt von Susanne Langner. Mit großer Wärme und wunderbar weicher bis in die hintersten Winkel dringender Kraft interpretierte sie die Maria, der in den Kantaten ausdrucksmäßig auch das Hauptgewicht zufällt.
Das aus Mitgliedern verschiedener Berliner und Brandenburger Orchester bestehende Kammerorchester zeigte sowohl in seiner Einheitlichkeit wie auch in den einzelnen Sektionen hervorragende Leistung, die besonders in der Sinfonia der Kantate 2 hervorstach und in den Zwiegesprächen der Soliinstrumente mit den Sängern während der Arien. Begeistert und zufrieden bedankten sich die Zuhörer mit lang anhaltendem Beifall.
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